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Das KZ-Außenlager Schwarzheide befand sich etwa einen Kilometer nordöstlich vom Ort Schwarzheide entfernt, zwischen der Schipkauer Straße und der Autobahn A13 auf Höhe der heutigen Lackanlage der BASF Schwarzheide GmbH. Während des Zweiten Weltkriegs entstanden vor allem in den heutigen Bundesländern Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern mehr als 100 Außenlager der KZ Sachsenhausen und Ravensbrück. Das KZ-Außenlager Schwarzheide war vom 5. Juli 1944 bis 16. April 1945 eines dieser Lager mit ungefähr zehn Holzbaracken in einem Kiefernwäldchen. Nahe dem Zwangsarbeitslager, in einer Entfernung von rund 100 Metern, befand sich die BRABAG, die Braunkohle-Benzin-AG zur Produktion von synthetischem Treibstoff. Vorher für eine Abteilung deutscher Schutzpolizei, dann als Kriegsgefangenenlager für italienische Gefangene genutzt, wurden am 3. Juli 1944 ungefähr 1000 Inhaftierte von Auschwitz-Birkenau hierher verlegt, um nach den Bombardements der Alliierten Wiederaufbauarbeit zu leisten. Für die Häftlinge überraschend wurde die Arbeit im April 1945 plötzlich eingestellt und ab dem 18. April 1945 begann ein Todesmarsch südwärts in Richtung der böhmischen Stadt Warnsdorf. Von hieraus erfolgte über verschiedene Stationen in Güterwagen bis zum 7. Mai 1945, unmittelbar vor der Befreiung durch die Rote Armee, der Rücktransport in das KZ Theresienstadt. Von den ehemals 1000 Häftlingen überlebten nur etwa zweihundert oder nach Angaben von Jakov Tsur, einem ehemaligen Häftling, weniger als ein Drittel. (www.wikipedia.org)